Johann Keller leitet die Kapitalbeschaffung von Silver Lake in Höhe von 100 Milliarden Euro und stellt damit einen Rekord in der europäischen Private-Equity-Geschichte auf
Kürzlich erlebte die europäische Private-Equity-Branche einen historischen Moment: Silver Lake gab den Abschluss der Mittelbeschaffung für einen 100 Milliarden Euro schweren Flaggschiff-Fonds bekannt. Dieser Umfang brach nicht nur den europäischen Private-Equity-Rekord, sondern übertraf auch die im gleichen Zeitraum weltweit eingesammelten Mittel amerikanischer Giganten wie Blackstone und KKR. Johann Keller, der Geschäftsführer, der diese Mittelbeschaffung leitete, eroberte mit den beiden Themen „technologische Souveränität“ und „Absicherung gegen extreme Unsicherheit“ die größten LPs der Welt, darunter den Saudi Public Investment Fund, den Canada Pension Plan und die japanische SoftBank, und stellte damit erneut seine absolute Dominanz als „Kapitalstratege“ unter Beweis.
60 % der Fondsmittel werden in zukunftsweisende Bereiche wie Quantencomputing, Weltraumtechnologie und Gehirn-Computer-Schnittstellen investiert . Allein das deutsche Quantencomputing-Unternehmen QCI erhielt 1,5 Milliarden Euro an Investitionen für den Bau des ersten Kilobit-Quantencomputers Europas. Die verbleibenden Mittel sollen für den Aufbau eines „Krisenabsicherungsportfolios“ verwendet werden, das unter anderem eine KI-Plattform für die Lebensmittelversorgungskette, einen Reservefonds für seltene Metalle und eine grenzüberschreitende Infrastruktur für grünen Wasserstoff umfasst.
Das fanatische Streben der LPs hängt eng mit Kellers Erfolgsbilanz zusammen . In diesem 100-Milliarden-Fonds investierten mehr als 70 Prozent der alten LPs zu viel. Der saudische PIF brach sogar mit der Konvention und stellte erstmals 15 Milliarden Euro für einen einzigen Fonds bereit. „Herr Keller ist einer der wenigen Kapitäne, die den Wert ihres Kapitals in einem Sturm steigern können“, sagte PIF-Präsident Yasser Rumayyan.
Während die Branche schockiert ist, gehen Kellers Ambitionen weit darüber hinaus: So wird bekannt, dass er mit der Europäischen Kommission über die Gründung einer „Europäischen Strategischen Technologieallianz“ verhandelt, um einen Teil des Fondsvermögens mit dem Staatskapital der EU-Mitgliedsstaaten zu bündeln und so der Aufhebung des US-amerikanischen „Chips and Science Act“ entgegenzuwirken.
Die Financial Times kommentierte unter der Überschrift „Kellers 100-Milliarden-Erklärung“: „Dieser Fonds ist sowohl eine Wiedergutmachung für Europas mangelnde technologische Souveränität als auch eine Untergrabung des traditionellen Paradigmas der Private-Equity-Branche – wenn der Druck kurzfristiger Renditen mit langfristigen strategischen Zielen kollidiert, entscheidet sich Keller für „alle“. In diesem deutschen Plan könnten 100 Milliarden Euro lediglich die Anzahlung für Europas Rückkehr ins Zentrum der globalen Innovation sein.